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Richtig Saunieren – So geht’s! Anleitung für Anfänger


Saunieren sorgt für ein besseres Immunsystem in allen Jahreszeiten, stärkt das Herz und ist wohltuend entspannend. Der Alltag tritt in den Hintergrund, der Körper, die Seele und der Geist werden gereinigt. Diese Weisheit aus Finnland setzt sich auch immer mehr bei uns durch. Aber wie sauniert man richtig? Bevor man blindlings in die nächste Saunakabine stürmt und sich quasi ins erstbeste Fettnäpfchen setzt, sollte man sich über die Gepflogenheiten in der Sauna informieren. Diese sind nicht sonderlich kompliziert, sondern ähneln eher Baderegeln in einem Schwimmbad.

Entspannung und Wellness ab dem ersten Besuch

Damit der Saunabesuch zu einem Erlebnis und quasi einem kleinen Wellnessurlaub werden kann, sollte man einige Dinge im Vorfeld beachten:

  • Die letzte Mahlzeit sollte zwei Stunden zurückliegen. Starke Gewürze sorgen für unangenehmen Duft des Schweißes.
  • Saunaanfänger und Menschen ,die generell Einschlafprobleme haben, saunieren besser vormittags. Die ungewohnten Temperaturen können den Organismus schon mal durcheinanderbringen und zu Einschlafproblemen oder Unwohlsein führen auch wenn man gesund ist.
  • Anfänger sollten die unterste Bank bevorzugen. Hier ist die Hitze nicht so hoch wie auf den oberen Bänken. Im Zweifelsfalle ist man auch schneller aus der Saunakabine draußen.
  • Sollten Symptome wie: Schwindel; Übelkeit, Schwächegefühl, Probleme beim Luft holen oder Unwohlsein auftreten, bitte sofort die Saunakabine verlassen
  1. Vor dem betreten der Saunakabine oder dem Dampfbad sollte die gründliche Reinigung der Haut unter der Dusche stehen. Danach sollte man sich gut abtrocknen, da die sonst entstehende Verdunstungskälte die Absonderung von Schweiß behindert.
  2. Toilettengang
  3. Auswahl der gewünschten Saunaart (wenn mehrere vorhanden)
  4. Platznehmen auf der untersten Bank am besten in Türnähe. Der erst Saunagang sollte eine Dauer von 15 – max. 20 Minuten haben. Sobald man anfängt sich unwohl zu fühlen, den Saunagang beenden. Eventuell findet während eines Saunaganges auch ein Aufguss statt. Anfänger sollten kurz davor die Saunakabine verlassen.
  5. Abkühlphase (kurzes akklimatisieren, dann abkühlen durch Wasseranwendungen/Tauchbecken)
  6. Ruhepause (mit Flüssigkeitsaufnahme) von 20 – 40 Minuten. Am Anfang am besten eher 40 Minuten. Dabei darauf achten, dass man nicht auskühlt. Man sollte ein angenehmes Wärmegefühl haben.
  7. nächster Saunagang

Richtig Saunieren – So einfach geht’s!

Saunieren sorgt für ein besseres Immunsystem in allen Jahreszeiten, stärkt das Herz und ist wohltuend entspannend. Der Alltag tritt in den Hintergrund, der Körper, die Seele und der Geist werden gereinigt. Diese Weisheit aus Finnland setzt sich auch immer mehr bei uns durch. Aber wie sauniert man richtig? Bevor man blindlings in die nächste Saunakabine stürmt und sich quasi ins erstbeste Fettnäpfchen setzt, sollte man sich über die Gepflogenheiten in der Sauna informieren. Diese sind nicht sonderlich kompliziert, sondern ähneln eher Baderegeln in einem Schwimmbad.

Mild starten

Der Wechsel von kalt auf warm aktiviert das Immunsystem und stärkt somit die Abwehrkräfte. Darüber hinaus stabilisiert er den Kreislauf. Das funktioniert aber nur, wenn man richtig sauniert: Bleiben Sie nie zu lange in der Sauna und gönnen Sie sich zwischen den Saunagängen genug Erholung. Anfänger starten am besten in einer milden Sauna bei 50 bis 60 Grad.

Kurz schwitzen

Der erste Gang sollte ungefähr acht bis zwölf Minuten dauern, der zweite Gang und ein möglicher dritter nicht mehr als 15 Minuten. Es gilt die Regel: lieber kurz und heiß als lauwarm und lang.

Richtige Haltung

Die beste Haltung ist die Rückenlange, weil der Körper so in einer Temperaturzone bleibt. Alternativ können Sie sitzen und die Beine anziehen. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, sollten Sie sich gegen Ende des Saunaganges wieder aufsetzen und in tiefere Saunagefilde herunterrutschen. Der Körper wird so auf den Wechsel zur Kälte und das Aufstehen vorbereitet.

Aufguss

Machen bzw. lassen Sie zum Ende noch einen Aufguss machen. Bei jedem Aufguss steigt der Wassergehalt in der Luft um 50 Prozent an und der Körper bekommt einen zusätzlichen Hitzereiz. Wedeln Sie erst mit dem Handtuch, wenn sich der Dampf schon verteilt hat. Gehen Sie nicht kurz vor dem Aufguss in die Sauna.

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Beim Aufguss wird Wasser auf die heißen Saunasteine gegossen. Durch den dabei entstehenden Wasserdampf erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur steigt schneller an. Dem Aufguss können auch Kräuter oder auch Duftstoffe beigefügt werden. Neben dem angenehmen Duft habe Kräuter z. B. auch eine medizinische Wirkung auf die Atemwege.

Bewegung und kalt abduschen

Jetzt tut Bewegung dem Körper gut – idealerweise an der frischen Luft – gefolgt vom kalten Abduschen. Das Ganze sollte nicht zu plötzlich geschehen: Führen Sie den Duschstrahl vom rechten Fuß, übers Bein bis hin zum Arm und dann zur linken Körperseite hinüber. Als letztes duschen Sie die Herzregion ab.
Verzichten Sie nach dem letzten Saunagang auf Seife oder Duschgel, die Haut ist bereits sauber. Das würde die Haut austrocknen und ihren Säureschutzmantel aus dem Gleichgewicht bringen. Cremen Sie sich am Ende mit einer fettigen Creme ein.

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Die Abkühlphase beginnt schon innerhalb der Kabine indem man sich langsam aufrichtet und danach langsam die Tür öffnet. Bei Temperaturen von bis zu über 100 Grad Celsius kann sonst schnell ein Schwindelgefühl aufkommen.

Nachdem man an der kälteren Luft einige Minuten auf und ab gegangen ist, beginnt man die Haut mit kalten Beingüssen, gefolgt von kalten Armgüssen zu kühlen. Danach kann man den ganzen Körper weiter kühlen. Die linke Hälfte des Oberkörpers (Herz) sollte dabei zuletzt dem Kältereiz ausgesetzt werden.
Wer sich danach noch im Tauchbecken (empfehlenswert)abkühlen oder im Whirlpool entspannen möchte, sollte sich kurz mit Seife abwaschen.

Da durch die Saunagänge und die Wasserreize die Haut optimal durchblutet wird, ist nach dem letzten Saunagang der optimale Zeitpunkt für ein Ganzkörperpeeling und eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion.

Ruhephase

Jetzt ist Ruhe angesagt. Gönnen Sie Ihrem Körper eine Erholungsphase von 20 bis 30 Minuten. Hinterher können Sie noch ein bis zwei weitere Saunagänge, diesmal gern auch etwas heißer, absolvieren, immer gefolgt von Bewegung, kalter Dusche und Ruhephase.

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Nachdem der Stoffwechsel durch die Hitzeeinwirkung und die Kältereize extrem gefordert wurde, ist es Zeit, ihm vor dem nächsten Saunagang etwas Erholung zu gönnen.

Am besten kuschelt man sich mit leicht hochgelagerten Beinen unter eine warme Decke oder genießt die Entspannung eines wärmenden Fußbades. In dieser Zeit aber spätestens nach dem Abschluss des letzten Saunagangs sollte man ausgiebig trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dies kann in Form von Wasser, Saftschorlen oder ab Tee passieren. Im Ruheraum sollte natürlich Ruhe herrschen. Gespräche oder die Benutzung von Handys oder anderen elektronischen Medien sind im Ruheraum tabu. Auf die Ruhephase sollte man keinesfalls verzichten. Es besteht sonst das Risiko von schweren Kreislaufproblemen.

Zeiteinteilung

Nehmen Sie sich genug Zeit für einen Besuch in der Sauna. Planen Sie für drei Saunagänge zwei Stunden ein. Um von den positiven Effekten zu profitieren, sollten Sie regelmäßig, am besten zweimal pro Woche, in die Sauna gehen.

Vorsicht geboten

Wird es Ihnen beim Aufguss zu heiß, zwingen Sie sich nicht zum Durchhalten. Setzen Sie sich weiter nach unten. Fühlen Sie sich unwohl, verlassen Sie die Kabine.
Um Kreislaufproblemen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen. Außerdem ist das kalte Abduschen besonders wichtig. Auch sollten Sie auf zu heiße Aufgüsse verzichten.

Fühlen Sie sich erkältet und haben Sie Fieber, gehen Sie nicht in die Sauna. Das kann die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht bringen. Leiden Sie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, fragen Sie vor dem Saunabesuch einen Arzt.

Trinken nicht vergessen

Wer viel schwitzt, verliert auch viel Flüssigkeit. Gleichen Sie den Verlust durch genügend Trinken (am besten sind Wasser und Saftschorlen) nach dem Saunagang wieder aus. Alkohol ist tabu, dieser belastet den Kreislauf.

Vorsicht vorm Schwitzen im Ausland

Im Ausland ist wie so oft einiges anders. In manchen Ländern ist es zum Beispiel verboten nackt in der Kabine zu schwitzen. Andere Länder wiederum bestehen auf strikter Geschlechtertrennung. In anderen Ländern ist es Usus sich zu unterhalten anstatt möglichst ruhig zu sein. In Finnland oder Russland z. B. ist das heutige Schwitzbad ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders und keineswegs ein Ort der Ruhe uns Stille.

Wer keine einheimische Saunabegleitung mit Erfahrung hat, erkundigt sich am Besten nicht nur in Finnland nach den bestehenden Bekleidungs- und Saunaregeln.

Tipp: Lassen Sie den Alltag einfach mal hinter sich. Gönnen Sie sich das Erlebnis verschiedener Saunaanlagen bei einem spontanen Wellnessurlaub oder Wochenendtrip.


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